25.08.2019 - 13:47 Uhr

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Großbrand in historischer Mühle :: 1. SEG-TOX Einsatz

Dettenheim. Durch einen Großbrand wurde der Dachstuhl eines Mühlengebäudes im Dettenheimer Ortsteil Rußheim völlig zerstört. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Gegen 5 Uhr war der Brand in dem historischen Gebäude, das als Wohn- und Geschäftshaus genutzt wird, bemerkt worden. In einem Zimmer im ersten Obergeschoss hatte das Feuer reichlich Nahrung gefunden und konnte sich rasch ausbreiten.
Atemschutzträger der Feuerwehr Dettenheim, die unter Leitung ihres neuen Kommandanten Werner Rüssel mit beiden Abteilungen schnell an der Einsatzstelle war, versuchten den Brand im Innenangriff zu bekämpfen. Da sich das Feuer jedoch bereits in den Dachstuhl gefressen hatte und es dort zu einer Durchzündung der Brandgase kam, mussten die fünf Trupps aus Sicherheitsgründen zurückgezogen werden. Der Löschangriff wurde von außen mit mehreren Strahlrohren, zwei Wasserwerfern und dem Wenderohr der Drehleiter aus Linkenheim-Hochstetten fortgesetzt. Den Feuerwehrleuten, die auch Unterstützung von der Feuerwehr Graben- Neudorf erhielten, gelang es, den Großbrand zügig unter Kontrolle zu bringen. Dennoch konnten sie nicht verhindern, dass der Dachstuhl vernichtet wurde und zwei Zimmer im ersten Obergeschoss völlig ausbrannten. Jedoch konnte das restliche Gebäude gehalten werden.
Um den erheblichen Löschwasserbedarf an bis zu 6.000 Liter in der Minute zu decken, wurde unter anderem auch mit vier Tragkraftspritzen Löschwasser aus der nahe gelegenen Pfinz entnommen.
Da es bei dem Brand zu einer ganz erheblichen Rauchentwicklung kam, nahm ein Messtrupp des Gefahrgutzuges "Nord" aus Karlsdorf- Neuthard Schadstoffmessungen in der Umgebung vor. Diese blieben ebenso negativ wie die Untersuchungen des Löschwassers.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr vom Rettungsdienst, der mit vier Rettungswagen und der Notfallhilfe Liedolsheim und einer Schnelleinsatzgruppe Tox vor Ort war. Die Helfer, deren Einsatz vom organisatorischen Leiter Rüdiger Reschke koordiniert wurde, mussten die beiden Bewohner des Gebäudes versorgen und in das Krankenhaus Bruchsal bringen. Diese hatten bei ersten Löschversuchen vermutlich Rauchgasvergiftungen erlitten.
Die Feuerwehr Dettenheim blieb für Nachlöscharbeiten noch mehrere Stunden an der Einsatzstelle. Insgesamt waren über 80 Feuerwehrleute der Wehren aus Dettenheim, Graben- Neudorf, Linkenheim-Hochstetten und Karlsdorf-Neuthard mit zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Mayer und Bürgermeister Lothar Hillenbrand.
 
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